So, mittlerweile bin ich jetzt also im Herzen der aufgeräumten, reichen und neutralen Schweiz gelandet. Der erste Monat im Labor ist rum. Alles ist bestens: Sehr nette Arbeitsgruppe, schöne Stadt, optimale Wohnung (billig, uninah, ruhig) und Sportmöglichkeiten en masse (nur die Schneesituation auf den Pisten ist noch nicht so massig).
Bei meinem Projekt geht es um die Beziehung zwischen einem Bakterium (Listerien), welches Krankheiten verursachen kann und Einzellern, z.B. Amöben. Ich soll herausfinden wie es möglich ist, dass Listerien die Amöben infizieren, in ihnen überleben und sich dort vermehren können. Letztendlich geht es darum, dass Gesundheitsrisiko für durch Amöben kontaminierte Lebensmittel besser einschätzen zu können. Auf dem Bild sind die Listerien grün, da ihnen eine Gensequenz einer leuchtende Qualle reingebastelt wurde.Das reicht aber jetzt zum Labor, als Highlight will ich nur noch einen Stift mit Digitalanzeige zum Kolonien zählen und eine vollautomatische Platten-giess-maschine erwähnen.
Noch bin ich zuversichtlich, dass ich diesmal länger als sechs Monate aushalte. Immerhin gibt es hier keine Probezeit, so dass ich nicht dauernd darüber nachdenken muss, ob ich das jetzt durchziehen will oder nicht. Allerdings sind alternative Karrieren, wie Stuntman, freischaffender Philosoph oder Um-die-Welt-Radler hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit im ständigen Überprüfungsprozess.
Adresse: Möhrlistrasse 89, 8006 ZürichBesuchszeiten: durchgängig geöffnet nach Voranmeldung
Barabend: täglich
Dresscode: locker und leger
Restaurant: traditionelle Hausmannskost
(lecker Rösti)

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